Aktionen / Exkursionen

Ausflug ins Murgtal für Technikbegeisterte

Mobilität in der heutigen Ausprägung wäre ohne den Erfindungsgeist und Mut der Konstrukteur im vorigen Jahrhundert nicht vorstellbar, wie die Schüler des diesjährigen 1BK2T beim Besuch des Unimog-Museum in Gaggenau erfahren konnten. Der Unimog erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg eine rasante Entwicklung. Eine ganze Baureihe von unterschiedlichen Typen wurde passgenau für unterschiedliche Verwendungszwecke konstruiert. Durch den Wegfall bäuerlicher Kleinbetriebe und die Entstehung von großen Bauernhöfen bedingt wurden immer wuchtigere Unimogs und Traktoren hergestellt. Die Bauweise der Unimogs hielt mit dem Fortschritt und den Erfordernissen an solch ein „Universal-Motor-Gerät“ stand. Nur modernste Technik verhalf zum Ruhm und zur Weltmarktstellung dieses legendären Fahrzeuges, wie sich bei näherer Betrachtung zeigte.
„Was, Sie wissen nicht, was eine Differenzialsperre ist?“  Den Nutzen dieser Vorrichtung erklärte die Museumsführerin anschaulich am Objekt. In unwegsamem und rutschigem Gelände, wo der Unimog sehr häufig zum Einsatz kommt, verhindert diese geniale Erfindung das Durchdrehen der Reifen.  Eine begehbare Fahrerkabine war eines der nächsten Hauptattraktionen für die Schüler. Selbst einmal hinter dem Lenkrad eines Unimog zu sitzen und den Schaltknüppel, wenn auch nur virtuell, zu betätigen, war für viele äußerst interessant. Gespannt lauschten sie der Museumsführerin, die die Funktionen der verschiedenen Instrumente auf dem Armaturenbrett erläuterte. Und wie sich Unimog-Fahren anfühlt, konnten einige Schüler anschließend auf dem Hindernisparcours im Außenbereich des Museums testen.

Nach einer kurzen Mittagspause und Stärkung hieß es, die Geschichte der Freiheit zu erkunden. In wenigen Minuten erreichten die Schüler dank der guten Verkehrsanbindung das nahegelegene Rastatt, wo das ehemalige barocke Residenzschloss verschiedene Museen beherbergt. Bei den Bestrebungen nach mehr Freiheit spielte die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche eine Vorreiterrolle. Die von ihr 1849 festgeschriebene Verfassung enthielt bereits wichtige Freiheits- und Grundrechte. Die revolutionären Umtriebe, von denen auch Baden erfasst wurde, zeitigten nur vorübergehend Erfolge. Nach der Zerschlagung der Aufstände wurde die alte Gesellschaftsordnung restauriert, die Ursachen für die Armut der einfachen Bevölkerung blieben jedoch bestehen. Welch karges Leben diese Menschen im 19. Jahrhundert führten, zeigte ein für die damalige Zeit üblicher Speiseplan. Es wurde wenig Gemüse verzehrt, der Anteil an stärkehaltigen Lebensmitteln, vor allem an Kartoffeln, war dagegen sehr hoch. Dieser Umstand erstaunte die Schüler und war vielleicht für den ein oder anderen Grund, über die Auswirkungen früherer Freiheitsbestrebungen auf die heutige Zeit nachzudenken.

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