Unterrichts-Projekte

Graffiti-Projekt Mediengestalter 2013

Graffiti-Begeisterte: Das Graffiti-Projekt der angehenden Mediengestalter der Gewerblichen Schule Lahr begeisterte 25 Achtklässler des Scheffelgymnasiums. Über fünf Stunden herrschte im Schlachthof Lahr eine kreative und produktive Atmosphäre

Kreativ und total engagiert: Auf diesen Nenner lässt sich das Graffiti-Projekt Mediengestalter-Abschlussklasse 2013 der Gewerblichen Schule Lahr bringen. Das innovative Projekt, das am vergangenen Freitag im Lahrer Jugendzentrum Schlachthof über die Bühne ging, war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. 25 Achtklässler des Scheffelgymnasiums hatten fünf Stunden lang kreativen Spaß und vergaßen die Zeit, die Berufsschüler bekamen jede Menge Lob für ihr Engagement und die Präsentationsgäste am Abend ein professionell gestaltetes Event rund ums Thema Graffiti, das Abschlussprojekt und die anspruchsvolle Ausbildung zum Mediengestalter zu sehen.

„Wir wollten das durchaus umstrittene Thema Graffiti aufbereiten und gleichzeitig etwas für andere tun“, bringt Florian Schönwald von der Projektleitung das Konzept auf den Punkt. Dank des großzügigen Engagements des Lahrer Unternehmens Feuerstein, das der Klasse alle Materialien sponserte, des Schlachthof-Teams und der Ausbildungsbetriebe, die die Klasse mit Sachspenden unterstützten, konnten die angehenden Mediengestalter einen mehrstündigen Graffiti-Workshop für die 8c des „Scheffel“ organisieren.

Die lernten bei einem Vortrag zunächst jede Menge über die Kunstform Graffiti, die Geschichte und die vielen Techniken, die Graffiti-Künstler nutzen. Und das alles aus erster Hand, denn die Klasse konnte für ihren Workshop zwei sehr erfahrene Graffiti-Künstler gewinnen. Stephane Helbert, seit 1993 in der internationalen Graffiti-Szene aktiv und bei Feuerstein für die Entwicklung und den Vertrieb der Farben und Sprühdosen mitverantwortlich, brachte einige seiner Werke mit und stand den Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Aus Achern kam Manuel Eckert mit dazu, der ebenfalls seit vielen Jahren in der Graffiti-Szene mitmischt und sich für legale Graffiti-Flächen bei Städten und Gemeinden einsetzt. „Uns war wichtig zu vermitteln, dass Graffiti nicht planloses, oft illegales Besprühen von Wänden bedeutet, sondern dass es eine anspruchsvolle Kunstform ist, die man sich, wie jede andere künstlerische Ausdrucksform, mit viel Übung und Geduld erarbeiten muss“, erklärt Manuel Eckert.

So starteten die Schüler zunächst mit Blei- und speziellen Acrylstiften und übten Grundformen auf Papier, bevor es in kleinen Gruppen unter fachkundiger Anleitung an eine eigens im Hof des Schlachthofs für das Projekt bereitgestellte Mauer ging. „Ich habe gelernt, dass es gar nicht einfach ist, Striche oder Punkte zu sprühen, ohne dass die Farbe verläuft. Bisher habe ich gedacht, das ist ganz leicht, aber Graffiti macht jede Menge Arbeit“, meint Yannik Gießler begeistert und freut sich über seinen kleinen Papp-LKW, den er ganz individuell gestaltet hat. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden hat er außerdem eifrig verschiedene Formen und Sprühtechniken an der Schlachthof-Wand geübt.

„Wir hätten nicht gedacht, dass wir mit unserer Projektidee 25 Achtklässler fünf Stunden lang fesseln und begeistern können“, meinten Florian Schönwald, Sandra Schäfer und Maximilian Arndt von der Projektleitung nach dem Workshop. Und auch der Klassenlehrer der 8c, Detlev Lingner, war ganz begeistert von den Leistungen seiner Truppe: „Es ist unglaublich, wie viel die Schüler in der kurzen Zeit gelernt haben und wie selbstbewusst sie jetzt ihre Entwürfe angehen.“

Zur kreativen Atmosphäre trug sicher auch DJ Marius Bonse bei, der die Jugendlichen mit seiner Musik begeisterte. „Zu Graffiti gehört einfach auch die passende Musik, die kreative Prozesse fördert und total motiviert“, weiß Marius, der trotz internationaler Engagements sofort bereit war, das Projekt zu unterstützen.

Für ihr Graffiti-Projekt entwickelten die angehenden Mediengestalter natürlich ein Logo mit passendem Slogan, verschiedene Printprodukte wie Flyer oder Einladungen, eine Homepage, T-Shirts und einen Video-Clip. Am Abend wurden alle Produkte dann den Ausbildern, Eltern, Freunden und Lehrern bei einem professionell gestalteten Event präsentiert. Betreut wurden die Abschlussklasse von Oliver Schuppler, Johannes Roth, Matthias Wenzel und Brigitte Gass, die das Projekt fachübergreifend und im Team begleiteten.

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